© 2000-2017 J. Hieronimus
Der Große Stein Findling in Oderberg-Neuendorf

Eiszeit

Heimat des Findlings in Südschweden

Vergletscherungen durch die letzte Eiszeit sorgten für den Transport. Südwestlich von Stockholm in der Region um Askersund am Vätternsee ist die wahrscheinliche Heimat  des Riesenfindlings. (zit. B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)

Was ist eine Eiszeit

Mit Eiszeit oder Kaltzeit bezeichnet man eine geologische Zeitspanne, in der die durchschnittlichen Temperaturen weltweit um etwa 7-13 °C niedriger liegen als heute. Dadurch treten in Gebirgen und in den höheren Breiten der Nord- und Südhalbkugel ausgedehnte Vergletscherungen auf. Gegenwärtig bedecken in Gebirgen und an Nord- und Südpol etwa 40 Mio. km³ Eis eine Fläche von 15 Mio. km². Während der größten Eisausdehnung in der Eiszeit (Pleistozän) waren dagegen rund 44 Mio. km² vergletschert. Diese Fläche entspricht rund 32 % der Landoberfläche der Erde (heute: 10 %)

Goethe besaß ein

Gesteinsstück aus

Neuendorf

Goethe erhielt die Gesteinsprobe von seinem Großneffen, dem Juristen Alfred Nicolovius. Das Interesse Goethes galt jedoch hauptsächlich der Granitschale aus dem Markgrafenstein. Für Goethe waren „die im nördlichen Deutschland umherliegenden Granite, Zeugnisse eines im Untergrund vorhandenen Urgebirges“.  „Mir mache man aber nicht weis, daß die in den Oderbrüchen liegenden Gesteine, daß der Markgrafenstein bei Fürstenwalde weit hergekommen sei, an Ort und Stelle sind sie liegen geblieben, als Reste großer in sich zerfallender Felsmassen“ (zit. Börner et al. 1963) Der Theorie eines Transportes skandinavischer Gesteine durch Eismassen konnte er sich nicht anschließen. Offenbar passte eine nordische Herkunft der märkischen Granite am Ende seines Lebens doch nicht so recht in sein geologisches Weltbild.
Angeschliffene Gesteinsprobe (Neuendorf) aus der  Gesteinssammlung von J. W. v. Goethe, die er 1827 von seinem Großneffen aus  Berlin erhalten hatte.  
Das Ausstrichgebiet der Askersund-Granitoide am Vätternsee in Schweden, Liefergebiet für den Großen Stein/ Amt Stein (nach Högdahl, Anderson & Eklund 2004; Bedrock map: SGU 2012).
(Bild B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)
(zit. B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)
(Bild B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)
© 2000-2017 J.Hieronimus

Eiszeit

Heimat des Findlings in

Südschweden

Vergletscherungen durch die letzte Eiszeit sorgten für den Transport. Südwestlich von Stockholm in der Region um Askersund am Vätternsee ist die wahrscheinliche Heimat  des Riesenfindlings. (zit. B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)

Was ist eine Eiszeit

Mit Eiszeit oder Kaltzeit bezeichnet man eine geologische Zeitspanne, in der die durchschnittlichen Temperaturen weltweit um etwa 7-13 °C niedriger liegen als heute. Dadurch treten in Gebirgen und in den höheren Breiten der Nord- und Südhalbkugel ausgedehnte Vergletscherungen auf. Gegenwärtig bedecken in Gebirgen und an Nord- und Südpol etwa 40 Mio. km³ Eis eine Fläche von 15 Mio. km². Während der größten Eisausdehnung in der Eiszeit (Pleistozän) waren dagegen rund 44 Mio. km² vergletschert. Diese Fläche entspricht rund 32 % der Landoberfläche der Erde (heute: 10 %)

Goethe besaß ein

Gesteinsstück aus

Neuendorf

Goethe erhielt die Gesteinsprobe von seinem Großneffen, dem Juristen Alfred Nicolovius. Das Interesse Goethes galt jedoch hauptsächlich der Granitschale aus dem Markgrafenstein. Für Goethe waren „die im nördlichen Deutschland umherliegenden Granite, Zeugnisse eines im Untergrund vorhandenen Urgebirges“.  „Mir mache man aber nicht weis, daß die in den Oderbrüchen liegenden Gesteine, daß der Markgrafenstein bei Fürstenwalde weit hergekommen sei, an Ort und Stelle sind sie liegen geblieben, als Reste großer in sich zerfallender Felsmassen“ (zit. Börner et al. 1963) Der Theorie eines Transportes skandinavischer Gesteine durch Eismassen konnte er sich nicht anschließen. Offenbar passte eine nordische Herkunft der märkischen Granite am Ende seines Lebens doch nicht so recht in sein geologisches Weltbild.
Der Große Stein
Findling in Oderberg-Neuendorf
Angeschliffene Gesteinsprobe (Neuendorf) aus der  Gesteinssammlung von J. W. v. Goethe, die er 1827 von seinem Großneffen aus  Berlin erhalten hatte.  
(Bild B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)
(Bild B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)
Das Ausstrichgebiet der Askersund-Granitoide am Vätternsee in Schweden, Liefergebiet für den Großen Stein/ Amt Stein (nach Högdahl, Anderson & Eklund 2004; Bedrock map: SGU 2012).
(zit. B. & W. Zwenger, Brandenburgische Geowissenschaftliche Beiträge 2013)