Unweit der Wehrkirche befindet sich ein beliebtes Ausflugsziel,

der große Stein



ein Naturdenkmal aus der Eiszeit . Der Findling, aus schwedischem
Granit bestehend, fand hier, durch gewaltige Eismassen befördert, sein Endlager.Dieses wertvolle Naturdenkmal wurde verunstaltet, als der Baumeister Cantian für den Berliner Lustgarten eine Granitschale schaffen sollte. Zweidrittel des ursprünglich 600 Tonnen schweren Neuendorfer Steines wurden 1825-28 abgesprengt.Sein Material erwies sich als zu weich, so daß man darauf den Markgrafenstein zu Rauen (Fürstenwalde) verarbeitete. Auch der Rest des Findlings mit 6,0 m Breite, 3,5 m Höhe und einem Gewicht von 200 Tonnen ist beachtenswert
.


Wie kam der Findling zu uns ?

Zur Eiszeit (Pleistozän) entwickelten sich aufgrund von Klimaveränderungen

in zahlreichen Gebieten der Erde mächtige und umfangreiche Vergletscherungen.

Eines der eiszeitlichen Vergletscherungszentren lag in Skandinavien. Die sich dort bildenden Gletscher schlossen sich zu einem Eisschild zusammen, der eine Mächtigkeit bis zu 3.500 Metern erreichte. Gleichzeitig rückten Gletscher aus den Alpen in das Vorland vor. Dieser Vorgang wiederholte sich mehrere Male. In Norddeutschland werden die drei Etappen der Hauptvergletscherungen als Elster-, Saale- und Weichselvereisung bezeichnet. Gebirge wurden vom Norden her vom Eis überfahren. Dabei hobelte das Eis hindernisbildende Gesteinsbrocken vom Untergrund ab, nahm sie auf und trug sie als Gesteinsschutt mit sich fort. Beim Abtauen der Gletschermassen blieben die vom Eis mitgeführten Steine liegen. Diese vom Eis transportierten und abgelagerten Steine, werden, wenn sie einen Mindestdurchmesser von 40 cm aufweisen, Findlinge oder Geschiebe genannt. Zur Saaleeiszeit tauten auch im jetzigen Brandenburg die Gletschermassen ab und hinterließen das von ihnen mitgeführte Steinmaterial, darunter auch den riesigen Findling in Oderberg-Neuendorf. Man darf also davon ausgehen, daß dieser Stein seit rund 150.000 Jahren an seinem jetzigen Fundort, liegt.
Die heute noch vorhandenen Findlinge stellen eine durch Verwitterung, wirtschaftliche Nutzung und Zerstörung bedingte Auslese dar. Die stärkste Verringerung der Findlinge geschah jedoch durch den Menschen. Beschränkte sich der steinzeitliche Mensch auf die Verwendung von Findlingen für sogenannte Hünengräber, so wurde später das Gestein für Bauzwecke, Pflastersteine und Schotter verwendet.

 


Heimat in Schweden

Das Steinmaterial unseres Findlings ist etwa eine Milliarde Jahre alt. Es besteht aus Granit.Die Heimat unseres Findlings liegt also ca. 750 km entfernt