© 2000-2018 J. Hieronimus
Der Große Stein Findling in Oderberg-Neuendorf

Der Große Stein

von Neuendorf

Er zählt zu den größten Geschiebeblöcken in

Brandenburg

Dabei handelt es sich um einen Granitblock mit den jetzigen Ausmaßen von 6m x 4m (Breite x Länge) und 3,50m Höhe Vor seiner Spaltung mittels 21 Bohrlöchern, wurde er als Neuendorfer Amtstein bezeichnet. Aus dem Granit sollte der Berliner Steinmetz Christian Gottlieb Cantian ab 1825 eine steinerne Schale für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. herstellen. Wie kam es überhaupt dazu? Der englische Gesandte in Preußen Herzog von Devonshire ließ sich eine steinerne Schale für sein Anwesen anfertigen. Der Preußenkönig  erfuhr davon, und beauftragte seinen Hofsteinmetz eine größere Schale anzufertigen. Eine Königliche sollte nicht nur um einiges größer sein, „es soll das größte Produkt der Art im Lande sein“.  (zit. Einholz 1997). Cantian ging natürlich auf diesen Wunsch ein und antwortete, „er kenne einen Stein bei Neuendorf unweit Oderberg, der wohl eine Schale von 17 Fuß Durchmesser ergäbe, also sogar noch ansehnlicher ausfallen würde als die berühmte Porphyrschale im Rundsaal des Vatikans“  (zit. Rave 1942). Der geschäftstüchtige Steinmetz veranschlagte 12000 Taler für das Projekt und bat sich eine Fertigungszeit von 2 Jahren aus. Der Abtransport war bereits auf dem Wasserweg über die nahe liegende Alte Oder nach Berlin geplant. Bei der Spaltung traten jedoch Probleme auf. Die Abtrennung endete unglücklich, so dass kein ausreichend großes Stück für die Fertigung einer gewaltigen Schale zurückblieb. Der Preußenkönig erhielt aber dennoch seine Schale, denn Cantian wurde 1827 in den Rauener Bergen ( bei Fürstenwalde) erneut tätig. Die Abspaltung und anschließende Verarbeitung war in diesem Fall von Erfolg gekrönt.  Bis zu 50 Arbeiter waren daran beteiligt. Auch hier gelang die Spaltung nur in drei Teilen. Cantian stellte fest, dass der mittlere größere Teil eine Schale mit einem Durchmesser von mehr als 19 Fuß hergab. Im November 1828 traf der Transport mit einem speziell gebauten Schiff in Berlin ein. Zum Schleifen der Schale wurde eine eigene Schleiferei errichtet. Diese Arbeit dauerte bis 1831. Liebevoll wie respektlos nannten die Berliner sie nach der Aufstellung im Lustgarten "Suppenschüssel".

8 Granit-Säulen für

Aachener

Kaiserdom

8 Neuendorfer Granit-Säulen von 14 Fuß (4,34m) sind auf Geheiß des Königs vom Steinmetz Cantian für das Obergeschoß des karolingischen Oktogons im Aachener Dom geliefert worden.
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Berlin hat ein neues "Weltwunder": Historisches Ölgemälde der Granitschale im Lustgarten von J. E. Hummel aus dem Jahre 1831. (links: Bauinspektor und Steinmetz Cantian mit Zylinder)

Heimat des

Findlings in

Südschweden

Südwestlich von Stockholm in der Region um Askersund am Vättersee ist die wahrscheinliche Heimat des Riesenfindlings.
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Der Große Stein
Findling in Oderberg-Neuendorf

Der Große Stein

von Neuendorf

Er zählt zu den größten Geschiebeblöcken

in Brandenburg

Dabei handelt es sich um einen Granitblock mit den jetzigen Ausmaßen von 6m x 4m (Breite x Länge) und 3,50m Höhe Vor seiner Spaltung mittels 21 Bohrlöchern, wurde er als Neuendorfer Amtstein bezeichnet. Aus dem Granit sollte der Berliner Steinmetz Christian Gottlieb Cantian ab 1825 eine steinerne Schale für den preußischen König Friedrich Wilhelm III. herstellen. Wie kam es überhaupt dazu? Der englische Gesandte in Preußen Herzog von Devonshire ließ sich eine steinerne Schale für sein Anwesen anfertigen. Der Preußenkönig  erfuhr davon, und beauftragte seinen Hofsteinmetz eine größere Schale anzufertigen. Eine Königliche sollte nicht nur um einiges größer sein, „es soll das größte Produkt der Art im Lande sein“.  (zit. Einholz 1997). Cantian ging natürlich auf diesen Wunsch ein und antwortete, „er kenne einen Stein bei Neuendorf unweit Oderberg, der wohl eine Schale von 17 Fuß Durchmesser ergäbe, also sogar noch ansehnlicher ausfallen würde als die berühmte Porphyrschale im Rundsaal des Vatikans“  (zit. Rave 1942). Der geschäftstüchtige Steinmetz veranschlagte 12000 Taler für das Projekt und bat sich eine Fertigungszeit von 2 Jahren aus. Der Abtransport war bereits auf dem Wasserweg über die nahe liegende Alte Oder nach Berlin geplant. Bei der Spaltung traten jedoch Probleme auf. Die Abtrennung endete unglücklich, so dass kein ausreichend großes Stück für die Fertigung einer gewaltigen Schale zurückblieb. Der Preußenkönig erhielt aber dennoch seine Schale, denn Cantian wurde 1827 in den Rauener Bergen ( bei Fürstenwalde) erneut tätig. Die Abspaltung und anschließende Verarbeitung war in diesem Fall von Erfolg gekrönt.  Bis zu 50 Arbeiter waren daran beteiligt. Auch hier gelang die Spaltung nur in drei Teilen. Cantian stellte fest, dass der mittlere größere Teil eine Schale mit einem Durchmesser von mehr als 19 Fuß hergab. Im November 1828 traf der Transport mit einem speziell gebauten Schiff in Berlin ein. Zum Schleifen der Schale wurde eine eigene Schleiferei errichtet. Diese Arbeit dauerte bis 1831. Liebevoll wie respektlos nannten die Berliner sie nach der Aufstellung im Lustgarten "Suppenschüssel".

8 Granit-Säulen für

Aachener Kaiserdom

8 Neuendorfer Granit-Säulen von 14 Fuß (4,34m) sind auf Geheiß des Königs vom Steinmetz Cantian für das Obergeschoß des karolingischen Oktogons im Aachener Dom geliefert worden.
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Berlin hat ein neues "Weltwunder": Historisches Ölgemälde der Granitschale im Lustgarten von J. E. Hummel aus dem Jahre 1831. (links: Bauinspektor und Steinmetz Cantian mit Zylinder)

Heimat des

Findlings in

Südschweden

Südwestlich von Stockholm in der Region um Askersund am Vättersee ist die wahrscheinliche Heimat unseres Riesenfindlings
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